Die im 11. Jahrhundert gegründete Rodungssiedlung Anried besaß schon im Mittelalter eine Kirche. Diese Kirche, von der nur noch der spätgotische Turm erhalten ist, wurde 1493 neu geweiht. 1712 bekam der Turm ein neues Spitzdach und 1829 heißt es von diesem "Bau", dass er "eher einer Kapelle als einer Kirche" gleiche. So wurde die Kirche abgebrochen und im Jahr 1843 durch den jetzigen Bau ersetzt. Der größere Teil der einstigen Ausstattung (Altäre und Kanzel) stammte aus der Zeit um 1880.
 

Bei der letzten Renovierung im Jahre 1990 wurde die Pfarrkirche innen und außen renoviert. Der Turm, der heute über 100 Fledermäuse und ein Falkenpaar beherbergt, bekam ein komplett neues Spitzdach.


Im Kirchturm läuten drei Glocken. Die kleine Glocke stammt noch aus dem Jahre 1909, während die mittlere und die große Glocke bei der Glockenweihe am 8. Dezember 1950 aufgehängt wurden. Die Vorgänger dieser beiden Glocken waren im 2. Weltkrieg eingeschmolzen worden.
 
Außen an der Nordseite der Kirche befindet sich unter anderem auch die Grabplatte von Pfarrer Sebastian Fäustle, der von 1794 bis 1812 in Anried wirkte.
 
Im Inneren der Kirche stellen die Deckenbilder, die aus dem Jahr 1911 stammen, im Altarraum die Hl. Dreifaltigkeit und im Langhaus das Pfingstwunder dar. Die sechs seitlichen Bilder im Langhaus zeigen den Apostel Paulus, Johannes den Täufer, die Evangelisten Lukas und Markus, sowie Moses und den Propheten Jessaias.
 
Den Hochaltar schmücken zwei Holzfiguren aus dem Jahre 1880, links der Hl. Petrus, rechts der Hl. Paulus. Das von Josef Scherer aus Ettelried stammende Hochaltarsbild zeigt die Hl. Felizitas mit ihren sieben Söhnen.
Die Bilder der Seitenaltäre zeigen links den Jünger Johannes und Johannes den Täufer, rechts den Hl. Christoph und den Hl. Andreas.

Der neue Volksaltar wurde ebenso wie der Ambo (Lesepult) und der Ständer für die Osterkerze vom Anrieder Steinmetz Josef Hartmuth gefertigt. Der Altar enthält die Reliquien der Hl. Märtyrerin Christina und des Hl. Erhard.

Das Taufbecken neben dem rechten Seitenaltar stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die Figuren auf dem Deckel zeigen Jesus und Johannes den Täufer.

 

Die Bilder des Kreuzwegs wurden 1846 vom Ettelrieder Künstler Leo Scherer im Nazarenerstil gemalt.


Im Altarraum befinden sich links der Hl. Wolfgang und der Hl. Simpert, beide um 1720 - 30 gefertigt. Rechts sieht man den Hl. Antonius und den Hl. Albanus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.


Auf dem linken Seitenaltar steht die Schnitzgruppe der Hl. Felizitas mit ihren sieben Söhnen. Sie stammt etwa aus dem Jahre 1505. Am rechten Seitenaltar sieht man eine Darstellung des Hl. Geistes, der, gleich einer Taube, zu uns herabkommt.

An der linken Wand erkennt man die ebenfalls aus dem Jahr 1505 stammende, bemerkenswerte stehende Muttergottes mit Kind auf den Armen. An der rechten Seite steht der gekreuzigte Jesus und darunter eine Darstellung Mariens mit dem Leichnam Jesu.

Links vor der Empore befindet sich der Hl. Leonhard aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Rechts vor der Empore erkennt man den Hl. Sebastian, ebenfalls aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts.

Im Vorzeichen befinden sich der Geiselchristus, der um 1740 - 50 entstanden ist, sowie der Hl. Konrad von Parzam.